Montag, 17. Dezember 2007

Päckchen / packages


Nur mal ein kleiner Zwischenkommentar: Falls ihr von mir nicht hört bezüglich der Päckchen, die ihr mir geschickt habt, dann habe ich sie leider noch nicht bekommen. Ich weiß auch nicht recht, was mit der Post los ist, aber momentan warte ich schon auf 6 Päckchen, von denen ich weiß. Das erste wurde Ende September losgeschickt :-(
Es gibt hier immer eine Abteilung, die die Briefe und Pakete von der Post abholt, da wir dort ein Post"fach" haben. Es kommen auch 1000e von Paketen - nur leider nicht für mich. Manchmal erwarte ich die "Postboten" schon an der Tür, doch meistens nix für mich dabei :-( Manchmal allerdings schon. Also hoffe und bete ich, dass die Päckchen und Briefe etc. doch noch alle ankommen. Es liegt nicht am Zentrum, falls sich manche jetzt darüber Sorgen machen sondern wirklich an der Post.

Just a quick comment in between: If you haven't heard from me regarding packages that you have sent me, then that's a sign that I haven't received them yet. I don't know what wrong with the post these days but I've been waiting for 6 packages that I know of. The first one was sent at the end of September :-(
There is one ministry area here that always picks up the mail and packages from our local post "box". 1000s of packages have been arriving but mostly not for me :-( Sometimes yes. That's why I 'm hoping and praying that the packages and letter etc. will still arrive at some point. It's not the base's fault if you start to worry about that but it really has something to do with the post.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Abenteuer II

Abenteuer II

In der letzten Woche Zelten lernten wir über Herrschaft Gottes. Wir lernten u.a. auch über die Stiftshütte und die Bedeutung der verschiedenen Dinge, wie z.B. des Altars, des Tisches mit dem Brot etc.

Jesus hat das Gesetz und den alten Bund ja nicht abgeschafft sondern erfüllt. Doch trotzdem können einem die verschiedenen „Stationen“ der Stiftshütte mental helfen, um Jesus Herr in unserem Leben sein zu lassen.

Am Freitag durchgingen wir diese verschiedenen Stationen.

Wir traten mit Danksagung und Lobpreis vor Gott. Eine Aktion war, ein Sache aus dem Regenwald zu holen, die Eigenschaft Gottes symbolisch präsentierten, wie z.B. eine Blume für die Schönheit Gottes, Baumrinde für das neue Leben in Gott, ein Stein für Gott als Fels etc. Dafür gaben wir dann Gott Ehre.

Danach gaben wir das Heilsopfer. Letztendlich ist es das, was NICHT zwischen mir und Gott steht, aber Dinge, die mir wichtig sind, die ich Gott gerne geben möchte. Das kann aber auch bedeuten, dass es Dinge sind, bei denen ich Gott Herr sein lassen möchte, wie z.B. Familie, das Leben, Besitztümer, Freundschaften, unsere Talente etc.

Dann ging es zum Brand – oder Sündenopfer. Da ja Jesus für alle Schuld gestorben ist, müssen wir ja nun kein Tier mehr schlachten sondern einfach unsere Sünden vor ihm bekennen. Das, was uns in den Sinn kam, bekannten wir dort. Auch alle Dinge, die uns wichtiger als Gott geworden sind und die letztendlich unsere modernen Götzen geworden sind, wie z.B. Beziehungen, Besitztümer, Talente, Familie, Freundschaften.

Nun, da jeder nacheinander diese „Opfer“ brachte, dauerte das Ganze von 9h bis ca. 15h nachmittags, mit Mittagessen zwischendurch.

Wir hatten ein Kreuz gebaut aus zwei Stämmen und in den Boden gerammt, wo wir unsere Opfer (auf Blätter, Papier geschrieben und andere Symbole des Opfers) hinbrachten.

Schon als die letzten zum Kreuz gingen, hörten wir es in der Ferne donnern. Doch am Schluss, nachdem der letzte vorne war, standen wir um das Kreuz herum und warfen noch all die Dinge in die Runde, die wir vor lauter Aufregung vergessen hatten. Plötzlich fing es in Strömen an zu regnen. Einige rannten zu ihren Zelten, um zu sehen, ob sie sie geschlossen hatten. Viele liefen unter die Markise, unter der wir normalerweise die Vorlesungen hatten. Es war ein wirklicher Platzregen!

Nun, das Ganze verwunderte mich nicht so sehr. Die Woche „Herrschaft Gottes“, die bei Jüngerschaftsschulen immer während des Zeltens gehalten wird, beinhaltet meistens Regen oder Gewitter am Ende – oft nach Taufen. Sogar wenn gerade extreme Trockenheit herrscht, regnet es an dem letzten Tag meistens immer. Es ist, als wenn Gott die Opfer annimmt und das Land segnet. Doch diesmal war es wirklich anders.

Wir fanden das Ganze noch toll, als es plötzlich anfing zu stürmen. Und wenn ich sage „stürmen“, dann meine ich das auch. Riesige Bäume knickten um, Planen flog weg. In solch einem Moment möchte man sich nicht unbedingt in einem Wald befinden. Bäume knackten um uns ein und wir rannten in die Ferienhütte des Besitzers. Nun, die Hütte war nur eine einfach gebaute Hütte mit drei riesigen Bäumen drum herum. Sie hießen Witwenmacher und gemäß der Australier das nicht ohne Grund.
Nach kurzem Beratschlagen riefen

unsere Leiter uns zu, so schnell wie möglich zu einer naheliegenden Lichtung zu laufen. Zwischendurch mussten wir über umgestürzte Bäume springen und wir rannten, was das Zeug hielt.

Ich muss zugeben, dass ich in dem ganzen ziemlich ruhig gewesen bin. In der Hütte waren einige schon kurz vor einer Panikattacke und fingen fieberhaft an zu beten. Ich versuchte, einige um mich herum zu beruhigen und schlug ihnen vor, Anbetungslieder zu singen. Wir liefen in Richtung Lichtung – der einzige Weg dahin war durch eine Allee von Bäumen (sehr beruhigend) bis wir nicht mehr weiter konnten. Riesige Bäume versperrten uns den Weg. Doch so schnell der Sturm gekommen war, so schnell verging er auch wieder. Das Ganze hatte sicherlich nur 10 Minuten gedauert.

Als wir wiederkamen, besahen wir uns den Schaden. Keiner war verletzt. Ein Mädchen wurde zwar von einem heruntergekommenen Baum erwischt, aber nur von einem kleinen Ast. Ihr ging es gut. Nur ein Zelt wurde vollends zerstört, weil ein Baum hinaufgefallen war. Die anderen waren alle an ihrem Platz. Unser Klo (siehe links)wurde von einem Baum von seinem Platz gefegt. Teilweise lagen Baumstämme zwischen Zelten.

Und nun kommt das Tollste: Bäume waren umgeknickt, manche sogar entwurzelt (und nicht nur kleine), doch das selbstgebastelte Kreuz, das nur ein paar cm tief im Boden befestig war, stand mitsamt ALLEN symbolischen Opfern und den Symbolen von Gotten Eigenschaften. Ich rede hier von Blättern und Papier, das nicht weggeflogen war. Stöckern, Fotos etc.

Der Vorhang unter der Markise, die den inneren Raum der Stiftshütte darstellte, lag auf dem Boden, doch alles andere unter der Markise befand sich auf seinem Platz. Für alle, die es nicht wissen, dieser Vorhang zerriss bei Jesu Tod, um zu symbolisieren, dass er den Weg zu Gott frei gemacht hat, indem er unsere Sünde auf sich nahm.

Danach räumten wir erstmal auf, für alle Fälle, falls noch mal ein Sturm kommen sollte. So wurde die Alle freigesägt usw.
Danach ging es dann weiter.

Später, als wir die Taufen halten wollten, konnten wir leider nicht zum Fluss, der per Fußmarsch erreichbar gewesen wäre. Der Weg war durch die Bäume nicht passierbar. Wir mussten zu einem anderen Teil fahren und hatten unsere Taufen erst um 20h abends. Danach gab es das Abendmahl und um 21h waren wir letztendlich fertig.

Es war ein wirklich langer Tag aber wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Jetzt kann ich verstehen, wie es sich angefühlt haben muss, als nach Jesus Kreuzigung die Erde bebte. Jeder einzelne von uns weiß, dass Gott an diesem Freitag seine Macht gezeigt hat. Doch viele haben auch gemerkt, dass Menschen zu Hause das Ganze nicht so ganz begreifen können bzw. nachvollziehen können. Ich weiß nicht, wie es mit euch aussieht, aber mich hat es berührt.

Überigens, der Besitzer, der uns noch am Vortag besucht hatte, hatte uns schönes, sonniges Wetter laut Wettervorhersage vorausgesagt. Jaja, wie schnell sich das ändern kann. J

Abenteuer Zelten I / camping adventure I

Tja, ich muss ja zugeben. Zelten war schon eine aufregende Zeit. Unvergleichbar mit dem Zelten, das ich aus Deutschland gewohnt bin. Da denkt man, man würde vielleicht mal ein Känguru zu Gesicht bekommen. Nix da. Stattdessen hatten wir die Ehre, einen Taipan kennenzulernen. Das ist die giftigste Schlange der Welt (8 Mal giftiger als die indische Kobra und ohne Gegengift tödlich). Glücklicherweise ist sie schnell verschwunden. Der Besitzer des Grundstücks erzählte uns bei einem Besuch, dass er öfter welche sieht, aber nur einmal hat sich eine vor ihm aufgetürmt, weil er sie wohl beim Sonnenbaden gestört hat. Beruhigend.

Schlangen haben wir übrigens viele gesehen, manche sogar im Wasser, aber die meisten nicht weiter gefährlich für den Menschen. Ein Mädel wurde von einem Skorpion gestochen (aber auch kein gefährlicher). Wir litten unter Zecken, Milben, Bremsen und Mücken und anderem undefinierbarem Getier. Riesige Ratten raschelten zwischen unseren Zelten. Zu meinem Glück habe ich nur eine große Spinne gesehen und die hing friedlich in ihrem Netz. Aber das ist nur der Anfang…(Fortsetzung folgt).

Well, I have to admit: Camping was a very exciting time. You can’t compare with the camping I’m used to from Germany. You think you would get to see a kangaroo but no. Instead we had the honor to meet a taipan. That is the most poisonous snake in the world (8 times more poisonous than an Indian cobra and without antivenom deadly. Fortunately, she vanished as quickly as she appeared. The owner of the property told us on his visit that he would often see them but only once a taipan actually started to rise up since he was disturbed in his sunbathing. Calming. By the way, we saw a lot of snakes, some even in the water, but most of them not dangerous to humans. One girl was stung by a scorpion (also not a dangerous one). We suffered from ticks, mites, horse flies, mosquitoes and other unidentified creatures. Huge rats rustled between our tents. Fortunately, I only saw one big spider and that one hung peacefully in its net. But that’s only the beginning…. (to be continued).

Montag, 3. Dezember 2007

Zurück vom Zelten / Back from Camping

ZURÜCK VOM ZELTEN *English version below*

Ich bin wieder zurück in Townsville!

Die Zeit war echt toll. Ich liebe Camping einfach, vielleicht weil mich das Schlafen in einem Zelt an frühere Familienurlaube erinnert?!

Außerdem hatte ich ein Zelt, das wirklich wasserdicht war. Bei dem Wetter, das wir hatten, ein wirklicher Segen.

Doch man muss dazu sagen, so wie wir hier gezeltet haben, ging’s bei uns zu Hause dann doch nicht ab.

Da wäre erstmal die Lage: Auf einer Obstfarm im Regenwald. Weit weg von der Zivilisation, ca. 45 min. vom nächsten Ort. Umgeben von Zuckerrohrfeldern. Es war wirklich einer der schönsten Orte, an dem ich bis jetzt in Australien gewesen bin. So schön grün!

Ein Klo gab’s nicht, darum haben die Männer Löcher gegraben. Darauf kam ein selbstgebasteltes Klo mit echter Klobrille und einem großen Mayonaise-Fass mit einem Loch auf der Ober-und Unterseite. So hatte man schon den gleichen Klo-Komfort. Um das Klo kam eine Plane, allerdings konnte man die Füße von jeder Person sehen, die sich auf dem Klo befand. Sicherlich auch ein Zeichen, um anzuzeigen, dass das Klo besetzt war.

Leider litten viele von den Schülern unter Magen-Darm-Problemen, was das Ganze (wie z.B. Geruch) nicht ganz so angenehm machte. J

Dusche: Der Besitzer der Obstfarm hatte schon selbst eine Dusche aus Eimern gebastelt. Man füllte den Eimer auf und auf der Unterseite war ein Duschkopf, den man aufdrehen konnte. Es gab also nur kurze, kalte Duschen.

Doch wir hatten auch schon Komfort, denn unser Essen kochten wir mit großen Gaskochern und das Essen war einfach super.

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*BACK FROM CAMPING*

I’m back in Townsville!

The time we had was really amazing. I just love camping, maybe because sleeping in a tent reminds me of our family holidays back in the days?! Besides, I had a good waterproof tene which really was a blessing with the weather we had.

But I have to say thought that the way we have camped here was much different than at home.

First of all the location: On a fruitfarm in the rainforest – far away from civilisation, approximately 45 minutes away from the next small town. Surrounded by sugar cane fields. It was really one of the most beautiful places I have been to in Australia. So nice green!

We didn’t have a toilet, that’s why the guys had to dig a hole. On it they put a man-made toilet with a real toilet seat on a big mayonnaise jar without top or bottom.

That’s how we got the entire toilet comfort. Around the toilet there was a big tarp but you could still see the feet of whoever was on it. That was probably also the way to see that the toilet was occupied.

Unfortunately, some of the students had stomach flus or something like that which didn’t make the toilet experience very fun after awhile. J

Shower: The owner of the fruitfarm had already built a bucket shower. You had to fill up the bucket and it had a shower head attached to it. So we only had short, cold showers.

But the food was really the best. We had big gas cookers and the food was really delicious – almost better than in Townsville.

Freitag, 16. November 2007

Wie sah mein Tag heute aus? *Sorry, only in German this time*

Manchmal, da weiß ich nicht so recht, was ich eigentlich schreiben soll. Es passiert so viel und es ist schwer, eine Sache rauszufiltern. Darum schreibe ich jetzt einfach mal, wie mein Tag heute aussah. Dann kriegt ihr n kleinen Eindruck.

4:30h mit Schrecken aufgewacht und gedacht, ich hätte verschlafen (gut, das passiert normalerweise nicht). Ich mache das Licht an und schaue auf die Uhr, als in dem Moment ein dunkles Etwas von einem Ende des Zimmers zum anderen huscht. Ich denk nur "hoffentlich ist es die Maus, die wir öfter im Wohnzimmer sehen (echt ein süßes Ding)und keine Riesenkakerlake oder Spinne. Denn mit Mäusen habe ich ja keine Probleme. Obwohl, ich glaube, dass auch eine örtliche Ratte uns öfter mal einen Besuch abstattet.
Nun, ich bin ja schon mal wach und muss natürlich auf Klo. Außerdem will ich sicherstellen, dass es wirklich die Maus gewesen ist. Ich find nichts hinter meinem Kleiderständer und gehe einfach davon aus, dass sie weg ist.
Nach dem Ganzen kann ich nicht mehr einschlafen, aber das ist auch nicht weiter schlimm, weil ich um 5:20h sowieso aufstehen muss.
Aber zu dem Zeitpunkt werde ich gerade wieder müde, so dass ich etwas träge und dadurch ein wenig zu langsam zum Badezimmer komme. Als ich gerade meine ganzen Sachen zusammen habe (Kultursachen und Klamotten), höre ich, wie jemand zum Badezimmer geht. Mist!

5:30h Das Mädchen in der Dusche fragt mich, ob sie mein Shampoo leihen kann, weil sie ihr's vergessen hat. Sowas! Erst Platz wegschnappen und dann nach Shampoo fragen. Nein quatsch! Falls ihr jetzt schon für ein barmherzigeres Herz für mich betet, ich habe das nicht gedacht. Ich habe mich allerdings schon geärgert, dass ich nicht schneller aus dem Bett gekommen bin.

5:35h Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, tue ich schon mal meine dreckigen Klamotten, die mit zum Zelten mitnehmen will, in die Waschmaschine. Es sind natürlich noch nasse von jemand anderem drin, die ich in einen Wäschekorb tue.

5:45h Das Badezimmer füllt sich langsam und endlich wird die Dusche frei.

5:55h Jetzt schnell zur Musikprobe

6:00-6:08h Die Jüngerschaftsschule sitzt ein wenig träge rum bis alle da sind und dann teilen sich alle in 3 verschiedene Gruppen auf: Tanz, Musik und Sport.

6:08-6:45h Wir teilen die Musikgruppe in Einsatzteams auf. Das heißt Samuel, Daniel, Rebecca und ich sind die mehr und weniger musikalischen Leute aus unserem Team. Wir proben "Blessed be the name" und wie wir als Lobpreis-Team zusammenarbeiten würden.

6:45-7:15h Jetzt geht's nach Haus frühstücken. Außerdem hänge ich noch meine Wäsche auf.

7:15-7:45h Meine Zeit mit Gott. Er zeigt mir immer wieder neue Dinge und oft wird es in letzter Zeit immer wieder am gleichen Tag bestätigt.

7:45-8:00 kurzes Team-Treffen der Mitarbeiter. Wir beten für diesen Tag und alles, was noch fertig gemacht werden muss fürs Zelten.

8:00-8:30h Freitags putzen alle aus dem Zentrum das Zentrum gemeinsam. Meine Aufgabe: Deckenventilatoren in den Büros putzen.

8:30-9:30h Ich schnappe mir die Anwesenheitsliste der Jüngerschaftsschule und hake ab, wer da ist. Heute hatten die Leiter die Idee, einfach ein paar Gruppenspiele zu spielen, damit alle wach werden. Bei der Musik, die gespielt wird, fangen manche auf einmal an zu tanzen und auf einmal wird die Halle zur Tanzparty. Heute drehen echt alle durch. Shawn, ein großer breiter Footballspieler schnappt sich Justin, den Schulleiter der anderen Jüngerschaftsschule und wirbelt ihn herum. Nun, nachdem wir nun jetzt alle wirklich wach sind und wie verrückt schwitzen (ja, da hilft auch die Klimaanlage nichts mehr), wird es ruhiger.

9:30h-10:00h Wir sollen in Gruppen präsentieren, was wir diese Woche über das Bibelstudium gelernt haben. Wir haben induktives Bibelstudium anhand ves Briefes Philemon gehalten.
Jede Gruppe soll es auf andere Art kreativ präsentieren: Tanz, Musik, Bild, Video und unsere Gruppe hat Talkshow. In dieser halben Stunde haben wir die Möglichkeit, es vorzubereiten.


10:00-10:30h Waqa, der Redner von dieser Woche, kommt aus Fiji. Er erzählt uns noch mehr, was wir beim Bibelsstudium beachten sollen und auch über das Hauptthema des Briefes in Philemon: Vergebung. Wie wichtig es ist.

10:30-10:45 Snack-Pause. Es gibt Äpfel, Apfelsinen, Karotten mit Dip und Chips.

10:45-12:00 Wir halten unsere Präsentationen. Manche sind sehr ernst und andere sehr witzig. Unsere ist eher witzig. Wir haben "Paulus" aus dem Gefängnis aus, wo der Brief geschrieben wurde, interviewt. Und Philemon und Onesimus werden in die "Talkshow" eingeladen. Die Frage ist: Wird Philemon Onesimus vergeben oder nicht? Auch wenn wir die Antwort auf diese Frage nicht in der Bibel erhalten, gibt es bei uns natürlich ein gutes Ende.

12:00h Heute haben wir schon früher Schluss, damit die Schüler ihre letzten Sachen packen können. Sie müssen nämlich teilweise alle persönlichen Sachen, die sie nicht mit zum Campen mitnehmen wollen, aus dem Haus entfernen und ins Lager bringen. Am Sonntag kommt nämlich die Juli-Jüngerschaftsschule zurück und wohnt in den Häusern. Letztere wird am kommenden Freitag ihre Abschlussfeier haben. Ich nehme meine Wäsche von der Leine und fange fürs Zelten an zu packen

12:30 Mittagessen. Ich koche heute selber. Muss noch ein paar Sachen aus dem Kühlschrank loswerden.

13:30h Ich fange an, ein paar von den Heften, die die Schüler jeden Freitag abgeben müssen, zu korrigieren.

14:00h Heute haben wir ausnahmsweise noch eine Stunde Vorlesung nachmittags. Sonst treffen wir uns zu diesem Zeitpunkt in unseren Kleingruppen, um zu besprechen, wie die Woche gelaufen ist. Aber heute ist Paul Oakley (oder so ähnlich) von "Voice for the voiceless" da. Er spricht morgen bei Youth Street über die Ungerechtigkeit für Frauen und Kinder in Indonesien. Er inspiriert uns anhand Johannes 4 (Jesus und die Samariterin) Gottes Liebe zu den Menschen zu bringen und gerade dahin zu gehen, wo sich die mit gebrochenen Herzen usw. befinden. Er hat schon echt viel gemacht. Alleine, was er erzählt hat, könnte schon einen Eintrag alleine füllen. Fühle mich wirklich inspiriert. Es geht darum, die eigene Gabe zu benutzen, um wirklich Transformation in Menschenleben zu bringen. Für sie ist es Fotographie. Das ist deren Gabe. Stellt euch das Gefühl vor, wenn eine Frau, die nie beachtet wird und vor Scham nur auf den Boden starrt, gefragt wird, ob man sie fotografieren kann. "Warum willst du mich denn fotografieren?"fragt sie. "Weil ich finde, dass du wunderschön gemacht bist." kommt als Antwort zurück. Und auf einmal sieht man eine Veränderung. Der Blick hebt sich und ein Lächeln kommt zum Vorschein. "Wirklich?" flüstert sie. Sie lässt sich fotografieren. Und manche dieser Bilder gehen um die ganze Welt. Von Menschen, die sonst kaum jemand beachtet. Die zwar eine Stimme haben, aber die nicht gehört wird. Weil sie unwichtig zu sein scheint. Es wurden Kalender erstellt aber auch Gebetsbücher (siehe Webseite), die soviel Geld einbringen, dass daraus gemeinnützige Organisationen entstehen, die Veränderungen bringen. Super, oder?
http://www.photogenx.net/publish_voice_booklet.htm

15:15h Vorlesung ist zu Ende und ich fange an, die letzten Dinge fürs Zelten zu organisieren. Meine Aufgabe ist es, Küchenutensilien mitzunehmen. Wir sind ca. 55-60 Personen. Meine Güte, was man da alles braucht. Dann brauche ich noch einen Erste-Hilfe-Kasten. Meine Güte, ist das eine Aktion. Alle, die wir mitnehmen dürften, sind nicht da sondern unterwegs mit der anderen Jüngerschaftsschule. Am Schluss leihen wir einen von der "Youth Street"-Abteilung.
Außerdem muss noch Essen eingepackt werden. Letzte Formulare gedruckt.

17:30h Es gibt Abendbrot, doch ich habe noch so viel zu tun, dass ich mir das Essen mit ins Büro nehme.

19:00h Ich erhalte Weihnachtskarten, die ich hier im Zentrum bestellt habe und die ich euch nach Hause schicken werde. Ich fange an, sie auszuschneiden, weil sie auf DIN A3 Papier gedruckt wurden und ich das nicht mit zum Zelten mitnehmen will.

20:00h Ich beantworte noch ein paar letzte Emails und chatte meinem Vater via Skype. Sehr schlechte Verbindung.

21:00h Noch ein paar letzte Updates hier und auf der Reef to Outback-Seite. Es ist fast 22:00h. Ich muss nach Hause und noch die letzten Sachen packen. Morgen geht es um 7:30h los. Gute Nacht.
Heute was zwar nicht der normale Alltag wie sonst, aber ihr habt einen Einblick bekommen. :-)

Montag, 12. November 2007

Noch eine Woche... / One more week....

****english version below****

...dann fahren wir zelten. Dann bin ich 2 Wochen lang nicht erreichbar und hier werdet ihr auch nicht so viel sehen. Wir fahren zu einem neuen Platz, den ich noch nicht kenne. Darum weiß ich auch nicht so recht, wie es da aussehen wird. Während meiner Jüngerschaftsschule sind wir mitten in den Regenwald gefahren, aber das wird diesmal glaub ich nicht so sein. Also ich lass mich überraschen. Ich weiß nur, dass wir nur kalte Duschen haben werden aus Behältern, die immer wieder aufgefüllt werden müssen. Und es werden Löcher gegraben, damit wir auch Toiletten haben. Wie das dann aussieht, weiß ich auch noch nicht so recht. Es wird also recht interessant, zumindest für uns Deutsche ist das ein andere Art von campen, was?! Bitte betet doch dafür, dass ich mit allem klar komme und so auch ein Vorbild und Ermutigung für die Schüler sein kann. Und natürlich, dass wir so wenig wie möglich mit irgendwelchen Arten von australischem Getier zu tun haben werden.

Warum gehen wir zelten? Es schafft erstmals Einheit in der Jüngerschaftsschule. Momentan ist die ganze Schule ja in 3 verschiedene Häuser aufgeteilt. Und man kennt zwar die Leute aus dem eigenen Haus schon sehr gut, aber nicht so sehr aus den anderen Häusern.
Na ja, und das ändert sich beim Zelten einfach. Man hat außerdem nicht so viele Ablenkungen wie hier in Townsville sondern alle machen zusammen was. Da muss man sich einfach besser kennenlernen. Es ist auch ein Ort, an dem man tolle Zeiten mit Gott verbringt. Einfach, weil es keine Ablenkungen gibt und Gott ganz anders in der Natur zu einem reden kann. Und die Anbetungszeiten unter freiem Himmel, gerade unter Sternenhimmel, sind einfach toll. Es ist eine der besten Zeiten in der Jüngerschaftsschule.

Wir werden über Beziehungen, christliche Diszilpinen und Herrschaft Gottes hören. Das werden wieder sehr intensive Wochen.
Ich muss noch einiges vorbereiten für diese Wochen zelten. Bitte betet doch dafür, dass ich das alles richtig organisieren kann und es ohne Probleme von statten geht. Danke.
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...and we are going camping. I won't be reachable for two weeks and so you won't really see a lot on this blog. We will go to a new campsite that I don't know yet. Therefore I don't really know how it is going to look like myself. On my DTS we went camping in the middle of the rainforest but I don't think that won't be like that this time. So it will be a surprise. I only know that we will have cold bucket showers that have to be filled up after each shower. And holes will be dug to be able to go to the bathroom. How all this will look like, I don't know. It will be somewhat interesting, at least for us Germans it's a different kind of camping. Please pray that I will be able to handle everything (out of the comfort zone) so that I can also be an example and an encouragement to the students. And of course it would be good if we wouldn't meet a lot of Australian animals (at least the ones that we DON'T want to meet).

So why are we going camping? First of all it creates unity within the DTS. At the moment the school is split up in 3 houses. So you know the people from your own house very well but not so much from the other houses.
Well, all this changes during camping. You don't have so many distractions like here in Townsville but all of us do something together. And you are stuck in the middle of nowhere. You just have to get to know each other better. It is also a place where you can spend great times with God. Just because there aren't any distractions and God is speaking differently to you in nature. The worship times are just awesome under the sky, especially at night. It is one of the best time on the DTS.

We will hear about relationships, Christian disciplines and lordship. It will be intense weeks. I still have to prepare a lot for those weeks camping. Please pray that I can organise all and that everything works out smoothly. Thank you.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Woche 5: Intimität im Gebet die Erste / Intimicy in Prayer the first

Diese und nächte Woche machen wir als Jüngerschaftsschule bei einem Gebetsseminar mit. Das Seminar wird hier im Zentrum gehalten und heißt "Die Stille brechen". Einige Mitarbeiter sind mit dabei und auch Leute von verschiedenen Kirchen aus Townsville.

Aaron Walsh vom Tauranga Gebetshaus (24h Stunden-Gebet)spricht die erste Woche über Intimität im Gebet.

Ich fang mal an, nach und nach aufzuschreiben, was so gesagt worden ist. Ich hoffe, es macht so durcheinander gemischt Sinn.
1. Es ist schwer zu beten, wenn wir ein falsches Konzept haben, wie Gott ist. Aber wenn wir ihn richtig kennenlernen, dann können wir gar nicht anders, als anbeten.

In Jesaja 6,1-3 steht: Des Jahres, da der König Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel.Seraphim standen über ihm; ein jeglicher hatte sechs Flügel: mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie.Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll!

In Offenbarung 4,8
Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel, und sie waren außenherum und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der HERR, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!

Wie kann das nicht langweilig werden? Andauernd anzubeten?
Aaron Walsh gab das Beispiel, wenn er das Objekt der Anbetung wäre, dann würden sie vielleicht zweimal sagen: "Er ist schön." oder so und das wär's dann. Dann würde ihnen nix mehr einfallen. Aber Gott ist ein Wesen, dass die unendliche Kapazität besitzt, die Seraphim für immer zu faszinieren. Ist das nicht cool? Gott anzubeten wird nicht langweilig werden, wenn wir ihn sehen. Das ist vielleicht klar, aber trotzdem muss man sich das mal bewusst machen.

So, für mehr habe ich heute keine Zeit mehr.
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This and the coming week the discipleship training school (DTS) is attending a prayer seminar. It takes place here on base and is called "Breaking the Silence". A few of the staff are joining in along with some local people from different churches.

Aaron Walsh of the Tauranga House of Prayer (THOP facilitating 24 hour prayer) has been speaking about intimacy in prayer.

Ok,I'm gonna write down bit by bit what has been said over the next few days. I hope that it makes sense because I'm not gonna stay in order.

1. It is hard to pray when we have a wrong concept about God. But when we really get to know him, it's hard NOT to worship Him.

In Isaiah 6:1-3 steht: In the year that King Uzziah died, I saw the Lord seated on a throne, high and exalted, and the train of his robe filled the temple. 2 bove him were seraphs, each with six wings: With two wings they covered their faces, with two they covered their feet, and with two they were flying. And they were calling to one another:
"Holy, holy, holy is the LORD Almighty;
the whole earth is full of his glory."

In Revelation 4:8
Each of the four living creatures had six wings and was covered with eyes all around, even under his wings. Day and night they never stop saying: "Holy, holy, holy is the Lord God Almighty, who was, and is, and is to come."

How can this not get boring? Worshipping all the time?
Aaron Walsh gave an example. He said if he was the object of their worship, they would maybe sing twice: "He is beautiful." or something like that but then that would be it. They would run out of things to say. But God is a being that has the unending capacity to fascinate the seraphs forever. Isn't that cool. Worshipping God will not get boring when we see Him. That might be no news but I still think it's good to really think about it.

Ok, I leave you with that thought for today.