Donnerstag, 21. Februar 2008

Zurück in Townsville / Back in Townsville


Wir sind wieder zurück in Townsville und hatten noch eine Woche lang Vorlesungen. Es ging letztendlich darum, die Eindrücke vom Einsatz zu verarbeiten und sich auf Zuhause vorzubereiten. Morgen, am 22.2. (übrigens der Geburtstag meiner Mutter) ist dann die Abschlusszeromnie. Falls ihr nicht schlafen könnt, könnt ihr die Zeremonie übrigens live im Internet sehen.
http://www.reeftooutback.com/
Und dann klickt rechts auf "Live DTS Graduation". Es fängt um 10:30 australische Zeit an. Das müsste 1:30 morgens bei euch sein. Also, ich bezweifle, dass es viele Zuschauer geben wird, aber falls ihr nix Besseres zu tun habt, dann schaut doch mal rein.
Tja, und dann wird es traurig, weil es dann Abschiednehmen heißt. Dann werden diejenigen, mit denen ich die letzten 5 Monate Tag und Nacht(die Mädels zumindest) und gute und schlechte Zeiten verbracht habe, mich verlassen :( Es ist schwer zu erklären, wie eng man zusammenwächst, wenn man eine Jüngerschaftsschule macht, weil es noch anders ist, als einfach zusammen zu leben. Wir kennen unsere größten dunklen Geheimnisse und Sünden, weil wir sie voreinander bekannt haben. Wir kennen unsere guten und schlechten Familiensituation zu Hause, wir kennen unsere Schwächen und Stärken. Wir kennen unsereTräume. Wir haben miteinander geweint und gelacht. Wir haben füreinander im Gebet gekämpft und waren gerade an Weihnachten Familie füreinander. Jeder geht jetzt wieder in sein eigenes Leben zurück und wir Mitarbeiter bleiben zurück. Das wird sicherlich merkwürdig. Mein Leben war so voll durch die Jüngerschaftsschule und auf einmal werde ich wieder einen normalen 8-17h Arbeitstag haben. Und natürlich gehts dann an Vorbereiten für Mt Isa, denn bald werde ich dann dort zurückgehen und endgültig dort wohnen.
Ich bete und hoffe, dass sich die Sichtweise jedes einzelnen Schülers wirklich verändert hat und sie etwas in dieser Welt verändern werden!
Und ich hoffe, dass ich mit der veränderten Situation gut umgehen werde. Ab nächste Woche werde ich also wesentlich mehr Zeit haben, hier zu schreiben! :-)
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We are back in Townsville and had another week of lectures. It was mostly about debriefing outreach and preparing to go home. Tomorrow (by the way, my mom's birthday) we will have the graduation. If u cannot sleep, u should watch it live on the internet.
http://www.reeftooutback.com/
Just klick on the right side on"Live DTS Graduation". It will start at 10:30 am Australian time. So it should be on Friday, 22nd at 1:30 am in Germany and Thursday, 21st at 7:30 pm ET. So I don't know if there will be anyone of u watching it but if you dont have anything better to do, go online and watch it.
Well, then it's gonna be sad because we have to say good-bye to each other. Then those that I have spend day and night (at least the girls) with the past 5 months including good and bad times, will leave me.
It is very difficult to explain how close u get on a discipleship training school (DTS) since it is even different than just living together. We know each other's darkest secrets and sins because we confessed them in front of each other. We know each other's good or bad family situation back home. We know each other's weaknesses and strength. We know each other's dreams and desires. We have laughed and cried together. We have fought for each other in prayer and we were family to each other on Christmas. Everybody is going back to their own life back in their countries and the staff will be left behind. That will probably be strange. My life has been so busy because of the DTS but now it will go back to a 8-5 job. And of course I will start to prepare to go back to Mt Isa and to stay there for awhile.
I hope and pray that each student's view on life has really changed and that they will change this world and be history makers!
And I hope that I will be able to handle this transition well. So, from next week onwards I will have more time to write on here again. Yeah!

Dienstag, 12. Februar 2008

In Mt Isa

Tja, Mt. Isa ist schön und hart. Schön, weil ich diese Stadt echt mag. Die Leute sind einfach offen und freundlich. Und Gott hat uns so viele offene Türen geschenkt. Wir haben die Möglichkeit, jetzt regelmäßig in eine Schule zu gehen, die früher nie ein Team von Jugend mit einer Mission hineingelassen haben. Wir haben echt einen vollen Terminkalender.

Aber es gab auch schwierige Zeiten. Es macht sich definitiv bemerkbar, dass es die letzte Woche des Einsatzes ist, bevor wir alle wieder nach Townsville gehen und die letzte Woche der Jüngerschaftsschule anbricht. Dann werden all diejenigen, mit denen ich die letzten 5 Monate fast jede Minute verbracht habe, wieder nach Hause fahren.

Abschiednehmen ist immer schwer und bei Jugend mit einer Mission ist es eines der alltäglichen Dinge. Und je nachdem wie eng man mit den einzelnen befreundet war, ist der Abschiedsschmerz unterschiedlich groß.

Der kommende Abschied wird definitiv schwer für mich werden.

Die Schüler der Jüngerschaftsschle sind wie eine Familie für mich geworden und das macht es natürlich hart, sie wieder gehen zu sehen.

Mein Einsatz-Team, das am Schluss ja nur noch aus 7 Mitgliedern (mich eingeschlossen) bestand, ist mir natürlich besonders ans Herz gewachsen. Und zu wissen, dass wenn ich wieder hier nach Mt. Isa zurückkommen werde (dann für längerfristig) und manche der gleichen Dinge ohne sie machen werde, ist auch schwierig.

An einigen Tagen hatte ich damit wirklich zu kämpfen. Und eine Sache, die ich auch bemerkt habe…seit dem Tod meiner Mutter ist Abschiednehmen noch schwerer für mich geworden. Er geht mir definitiv sehr nahe.

Ich glaube, jeder kennt den Gedanken, einfach das Handtuch zu schmeißen. Ich habe diese Gedanken, wenn ich zu viel gegeben habe und zu wenig bei Gott aufgetankt habe. Manchmal ist es auch die geistliche Atmosphäre und Angriffe in einigen Orten. Und manchmal sind es einfach schwierige Zeiten, die einen im ersten Moment überfordern.

Manchmal kam mir der Gedanke in der letzen Woche: “Ich weiß nicht, ob ich damit klar kommen werde, hier ganz alleine zurückzugehen. Ich werde mein Team so sehr vermissen. Ich werde meine Freunde so sehr vermissen.“ Ich fühlte so einen Verlust, wieder Menschen gehen zu lassen, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind und zu wissen, dass das, was wir momentan haben, nie wieder so sein wird. Und dann kam mir der Gedanke, einfach das Handtuch zu schmeißen.

Wenn irgendjeman aus dem Team frustriert ist oder deprimiert, dann haben sie meist Heimweh. Doch wenn ich an Heimat denke, dann ist die genauso mit Schmerz verbunden. Dann denke ich nur, dass sie auch nicht viel besser ist. (Ich weiß nicht, ob ich es mir in meinen Gedanken schlimmer ausmale als es eigentlich wäre. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wieder nach Hause zu gehen. Aber egal, ob meine Mutter noch am Leben wäre oder nicht, ich wäre trotzdem nicht zufrieden zu Hause.)

Meistens überkommt mich dann so eine Hilflosigkeit? Wohin kann ich gehen, wo ich mich nicht überfordert fühle?

Letztendlich komme ich immer wieder zu dem Resultat, dass es nur in Gottes Gegenwart auszuhalten ist. Es veranlasst mich, Gott noch mehr zu suchen. Wenn ich überfordert bin mit der Situation, wenn kein Ort richtig zu sein scheint, dann weiß ich, bei Gott kann ich zur Ruhe kommen. Nur er gibt mir Kraft und erfüllt mich.

Die letzte Woche war schwer, weil auch die Zeit mit Gott anfangs nichts änderte. Wie mein Co-Leiter es so schön ausdrückte: „Wir geben und geben und müssen einfach auftanken. Ich hatte meine Stille Zeit heute morgen, aber es war noch nicht genug. Ich brauche noch mehr.“ Und das sagte er nach 2 Stunden Zeit mit Gott. Genauso fühlte ich mich.

Am Sonntag gingen wir dann in eine Kirche hier. Es war die gleiche Kirche, wo wir damals unser Büro für Impact World Tour hatten. Und Gott war am Wirken. Sagen wir mal so: Ich hatte noch am Abend zuvor daran gedacht, wie überwältigend die Anbetungszeit war, als ich auf einer Konferenz in England letztes Jahr war.

Und genauso war die Anbetungszeit in dieser Kirche. Vielleicht würde nicht jeder das so sehen, doch für mich war sie es.

Ich hatte so einen Frieden über meine Situation und freute mich endlich wieder auf meinen Umzug!


Wow, dies ist ein langer Blogeintrag. Ich bitte euch trotzdem, auch wenn es mir jetzt wieder wesentlich besser geht, die nächsten Wochen an uns zu denken und für uns zu beten. Am 22.2., am Geburtstag meiner Mutter, ist der letzte Tag der Jüngerschaftsschule. Die beiden Tagen danach fahren dann alle nach Hause. Und dann geht’s wahrscheinlich bald wieder zurück nach Mt. Isa. Also, viele Emotionen werden im Spiel sein, aber ich will die Perspektive nicht verlieren.

Dienstag, 5. Februar 2008

Zurueck in Mt. Isa/ Back to the Isa

Ja, endlich bin ich wieder zurueck in Mt.Isa, wenn auch vorerst nur fuer 2 Wochen. Mein ganzes Team liebt es hier und eins von den Maedchen betet sogar darueber, wieder zurueckzukommen. Das wuerde mich natuerlich SEHR freuen, aber es ist keineswegs sicher.
Als wir am Sonntagmorgen zum Gottesdienst der Baptistengemeinde gingen, wurde ich mit "Willkommen Zuhause" empfangen, was mich natuerlich sehr gefreut hat. Als ich hier ankam, merkte ich erst, wie sehr ich diese Stadt doch mag, auch wenn sie nicht besonders schoen ist und mitten im Nichts liegt. Aber wenn jemand von meinem jetztigen Team zurueckkommen wuerde, waere das natuerlich die i-Tuepfelchen, da wir wie eine Familie geworden sind.

Die naechsten beiden Wochen werden wir sehr viele Schulprogramme durchfuehren. Um mit Jugendlichen zu arbeiten, braucht jeder Erwachsene einen Berechtigungskarte, sogenannte "Blue Cards", die zeigen, dass wir keine kriminelle Laufbahn hinter uns haben, gerade bezueglich Kinder und Jugendliche. Leider haben Rebecca und ich entweder diese Karten in Townsville vergessen oder verloren. Meine befand sich eigentlich immer in meinem Portemonnaie, aber jetzt ist sie nicht mehr da. Ich habe Angst, dass sie vielleicht mal rausgefallen ist, weil mir das schon mal passiert ist. Nun, das Problem bei dem Ganzen ist, dass wir vielleicht dadurch nicht an den Schulprogrammen teilnehmen koennen. Doch unsere Zeit hier besteht fast nur aus Schulprogrammen, also waere das sehr aergerlich, weil wir bei nichts mitmachen koennten. Rebecca und ich haben zwar unsere persoenliche Bluecard-Nummer, aber das koennte vielleicht nicht ausreichen. Bitte behaltet das doch im Gebet! Danke!

Ansonsten hat es bis zur unserer Ankunft in Mt Isa diesen Sommer noch nicht geregnet, dabei es Sommerzeit hier Regenzeit. Aber wie gesagt, am Tag unserer Ankunft regnete es und seitdem gab es jeden Tag kurze Regenschauer. Ich habe Fotos von ausgetrockneten Fluessen auf dem Hinweg geschossen, ich hoffe, dass diese auf dem Rueckweg gefuellt sind.
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Finally I'm back in Mt. Isa even if it is only for 2 weeks this time. My team is loving it here and one of the girls is even praying about coming back. Of course that would make me REALLY happy but its not even close to definete yet.
When we went to the service of the local Baptist Church on Sunday morning, I was welcomed with "welcome home" which I was really happy about. When I arrived here, I realised how much I actually like this town, even though it's not really pretty and in the middle of nowhere. But if someone of my team would come back here, that would make it even better. It would be like the cream on the top of a cake because we have grown so close together and it would feel like a family coming back here.

the next two weeks we will be busy with school programs. To be able to work with youth, you need a permit called "Blue Card". It shows that you have not been convicted of a crime concerning youth. Unfortunately, Rebecca and I have either forgot or lost our blue cards. Mine has always been inside my wallet but now it's not there anymore. I"m afraid that it fell out of it because that had happened before. Anyway, the problem is that we wouldn't be able to join in the school programs but since that's what we mostly will do here, that would be really sad. Rebecca and I know our personal bluecard -identification numbers but that is probably not enough. Please keep that in your prayers! That we would still be able to join! Thank you!

Last but not least it hadn't been raining in Mt Isa before we arrived here even though summer time means rainy season. But on the day of our arrival, it rained and since then there have been regular rain showers. I took pictures of dried up rivers on my way here and I hope they will be filled on our way back to Townsville!!!